Samstag, 16. März 2019

Glasmalerei - Glaskunst, eine besondere Kunstform Atelier HALTER Bern

 Drei-Generationen-Atelier
für Glasmalkunst

Aktuell beschäftigt sich Martin Halter 
in 3. Generation mit dieser Kunstform.

Als gelernter Glasmaler /Kunstglaser EFZ und Glasmaler-Restaurator IER,
ist er immer noch aktiv an vorderster Front. Das Atelier wurde 1916 von
seinem Grossvater Louis Halter in Bern gegründet. Die über viele
Jahrzehnte realisierten Arbeiten generierten sehr viele Referenz-Adressen,
welche jederzeit aufgeführt werden können.

Scherben bringen Glück... wir vereinigen diese 
zu Farbglaswelten der besonderen ART!

Kontakt






...hier eine Monografie über die Arbeiten aus diesem Atelier für Glasmalkunst in Bern.
 

- die immer aktuell gestaltete Webseite informiert Sie umfassend über unsere Aktivitäten im Dienste der Auftraggeber und Auftraggeberinnen.


- Atelierbesuche nach vorgängiger Terminvereinbarung garantiert Ihnen einen Empfang in
  dieser Werkstätte und je nach Wünschen Ihrer Bedürfnisse, werden Sie gerne beraten.
  


- Atelierführungen für Gruppen (bis zu 25 Personen) nach Terminvereinbarung.
- Buchbestellungen: hier




In diesem Atelier - seit 1923 am gleichen Standort





Restaurierungen an geschädigten Glasmalereien

















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Glasbilder-Unikate





Architekturorientierte Glaskunst-Inszenierungen als Bestandteil eines Raumbehältnisses




Glasbilder-Unikate








Mit stark vereinfachten oder auch komplexeren Gestaltungselementen, aus farbigem, mundgeblasenem Antikglas, kann eine räumliche Einheit durch ein integriertes Farbfenster, einmal mehr, einmal weniger, in seiner Aussage unterstützt werden.
Unter Berücksichtigung gegebener Sachverhalte und Bedürfnisse, kann mit einer sensiblen Integration von Baustoffen aus gläsernen Farben und Formen, eine ungewollt unverbindlich erscheinende Anonymität durch eben eine erwünschte Identität vielversprechend ersetzt werden.
Primär geht es kaum darum, ein bestehendes Raumbehältnis einer Glaskunst-Komposition unterordnen zu wollen. Kunst am Bau als Selbstzweck einzubringen, ist anmassend und eine vorbestimmte Philosophie für das Verständnis der aktuellen Architektur könnte kaum mehr wahrgenommen werden.  info@glasmalkunst.ch



Grisaille-Glasmalerei in der Gegenwart - Atelier Martin Halter Bern


Grisaille-Glasmalerei widerspiegelt
sich als filigrane 
Schwarzlot-Bearbeitung auf Glas

Der Begriff Grisaille-Glasmalerei geht
bis ins 13. Jahrhundert zurück.

In erster Linie steht diese Bezeichnung für eine spezifische 
Kategorie innerhalb der Glasmalerei. Dazu werden in der Mehrheit
helle Glasträger mit Schwarzlot bearbeitet (konturiert, radiert, etc.)
- gewissermassen Ton in Ton umgesetzter Glasmalereien
- vermehrt in Anlehnung von Naturalismus - weniger strenge
Stilisierung .

Anfangs wurde diese Verarbeitungstechnik bei Kirchenfenstern
zum Auftrag von einfacheren Decor-Mustern verwendet
(meistens bei geometrischen Bleiverglasungs-Aufteilungen).

Später durch die Weiterentwicklung in der Glasmalerei,
auch durch die verschiedenen Stil-Epochenbeinflussungen, 
unterzog sich diese Technik den jeweiligen Bedürfnissen und 
Wünschen der damaligen Auftraggeber. 

Insbesondere im 16. -18. Jh. fand sie Verwendung
bei Kabinettwappenscheiben (obere Bildszenen links und rechts).

Später während dem Historismus im 19. Jahrh. wurden auch ganze
Kirchenfenster in dieser Technik ausgeführt. Die Glasmalerei
sah sich auf einmal mit dem Stile einer Tafelmalerei (in Oel) konfrontiert.
Was grundsätzlich im ursprünglichen Verständnis zur Glasmalerei,
einer völligen Entfremdung gleich kam. 

Im Jugendstil-Zeitalter liess man der Brillanz des Glases wieder 
viel mehr Raum zu, sodass der gläserne Charakter wieder vermehrt 
in Erscheinung treten konnte.
   HIER



     Detail: Grisaille-Glasmalerei von Martin Halter Bern (in Kombination einer vorrangiger Stufenätzung)

 Guten Tag, ich stelle meine glasmalerische Verarbeitungstechnik vor:
 DIE GRISAILLE-GLASMALEREI
...geht weit bis ins 13. Jh. zurück (bereits z.T. bei Kirchenfenstern angewendet). Die Grisaille-Technik ist also eine mehrheitlich Ton in Ton gehaltene Glasmalerei. Auf die zu bearbeitende Glasoberfläche wird eine Schwarzlot-Patina appliziert, um danach mit einer geforderten Pinsellinienführung (nach Scheibenriss-Vorlage) die Schwarzlotkontur nuanciert (deckend oder lasierend) aufzutragen. Bisweilen wurde /kann in einer späteren Arbeitsphase Silberlot (Silbergeld) oder auch Emailfarbe auf der Rückseite aufgetragen /werden. Meistens verwendete man bei dieser Verarbeitungstechnik helle Farbtöne (Tongläser), wenn überhaupt, kamen sattfarbene eher selten zum Einsatz.

Im Weiteren beschränkt sich diese Verarbeitungstechnik nicht einzig auf eine Kontur-Pinsellinienführung. Mindestens so gewichtig verbleiben dem Betrachter, eben auch die Weiterverarbeitung im Detail nachzuvollziehen. Diese beinhaltet als Ergänzung, dass sich die Aussage einer Pinselzeichnung durchaus mit Licht und Schatten bereichern und verstärken lässt. Nämlich mittels Radierwerkzeug, gezielt die Glanzlichter oder Aufhellungen herauszuarbeiten: mit Gänsekielen, Stupfpinseln, Nadeln, u.a.m. – somit bearbeitet der Glasmaler die im Voraus angelegte Schwarzlot-Patina auf der Glasoberfläche. Je nach Sujet, können im Nachhinein partielle Schlagschatten (Lasuren /Lavuren)  mit dem Pinsel noch zusätzlich aufgetragen werden, um eine dynamisch wirkende Dreidimensionalität besser zu verdeutlichen. Dieser Prozess muss schlussendlich als ganzheitliche Bearbeitung auf das betreffende Sujet und die vorrangig angelegte Konturierung optimal ausgerichtet werden. 




Das Ganze konzentriert sich weitestgehend, auf eine sehr disziplinierte, bis ins Detail gehende und feingliedrige Verarbeitungstechnik. Je nach der Entstehungszeit (Zeitepoche), sind natürlich auch stilistische Unterschiede erkennbar. Mehrheitlich sind Beispiele von Erzeugnissen bekannt, wo sich die jeweilige Grisaille-Glasmalerei an einer naturalistisch anmutenden Ausrichtung orientiert. Mindestens visualisiert dieser Glasmalerei-Stil einen augenfälligen Nachweis, in wie weit sich das eigentliche Verständnis zu dieser Technik in der Rolle des Ausführenden (Gestalters) in Verbindung zu setzen vermag. Bei einem solch ausgearbeiteten Erzeugnis lässt sich in der Tendenz auch der eigentliche Stellenwert einer – sensiblen oder eher unsensiblen -  Arbeit erkunden oder ableiten. Innerhalb dieser Schwarzlotbearbeitung werden meistens Bleiprofilunterteilungen nur sehr zurückhaltend eingesetzt. Dennoch ist dieser Malstil nicht mit einer Glas-Tafelmalerei des 19. Jahrhunderts zu vergleichen. Denn, bei dieser Art von Glasmalerei ist meistens noch eine auf den Werkstoff bezogene Stilisierung zu erkennen. Das heisst: die geltende Lichttransparenz vermag diese Verarbeitungstechnik mit zu beeinflussen, dadurch vermag sich diese Schwarzlot-Malerei meistens mit einer gewissen Kraft so zu manifestieren, damit sie sich nicht einer Unverbindlichkeit aussetzt, wegen durchscheinendem Lichte überstrahlt zu werden.  
Alle Schwarzlot-, Email-Farben und das Silberlot werden in teils etappierten Brennprozessen auf den Glasober-flächen bei 560°C kratzfest eingebrannt. Den Bedürfnissen entsprechend, werden danach die fertig bearbeiteten Glasflächen in Bleiprofile eingefasst und verlötet.






Auf der Basis dieser Grisaille-Glasmaltechnik können selbstverständlich auch farbig ausgerichtete Sujets bearbeitet und umgesetzt werden. Einzig ist darauf zu achten, dass man sich jeweils bemüht dem Werkstoff 'Glas' gerecht zu bleiben. Das heisst, eine naturalistische Darstellung sollte sich  - wegen einer zu starken Lichtüberstrahlung -  im Interesse einer homenen Bildwirkung, in der Regel einer gewissen Stilisierung unterziehen. Somit kann einer reinen Glas-Tafelmalerei entgegengewirkt werden.







seit 10. Oktober 2016 im Handel erhältlich

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Weitere Aktivitäten:


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Architekturorientierte Glaskunst-Inszenierungen
> im Interieur, im Bau, in der Architektur, überall dort, wo Menschen leben und arbeiten

Zwischen Licht und Raum besteht schon immer ein intensives Kommunikationsverhältnis. Ein Vermittlungsmedium ist das Fenster oder eine Türe. Martin Halter und sein Team präsentieren in den Atelier-Räumlichkeiten aktuelle Lösungen einer alten Handwerkerkunst.




Das Fenster als Nahtstelle zwischen Interieur und Aussenwelt entscheidet über die Qualität und Quantität des Lichtes im Raum. Eine wechselseitige Beziehung zwischen Licht und Farbglas kann unter Berücksichtigung einer materialgerechten Umsetzung als ergänzendes, lichtdurchlässiges Element auf die jeweiligen Fenster- oder Türöffnungen formal passend ausgerichtet und integriert werden. Mit der Gestaltung einer sensiblen Farbglas-Inszenierung können gewünschte Identitätsmerkmale für ein Raumbehältnis gesteigert werden.







 Atelier Martin Halter Bern /Glaskunst-Inszenierungen in der Architektur